Was leistet ein Athlet?

Dieser kurze Blick in das Geschichtsbuch verrät, dass es sich bei einem Athleten um einen sportlich trainierten Menschen handelt, der an Wettkämpfen teilnimmt. Einige Sportarten tragen den Begriff sogar in ihrem Namen, etwa die Leichtathletik. Die Bezeichnung der „Schwerathletik“ gilt inzwischen als überaltert und findet seltene Verwendung. Der Unterschied zwischen der Leicht- und Schwerathletik liegt sinngemäß darin, dass die Leichtathletik auf Fitness und Geschick mit leichteren Gegenständen abzielt, während Schwerathleten mit spezifischer Kraftleistung den Sieg anstreben. Einige Beispiele mögen dies veranschaulichen: Zur Leichtathletik zählen Disziplinen wie Diskus werfen, Laufen oder Stabhochsprung. Der Schwerathletik werden so kraftraubende Leistungen wie Gewichtheben, Boxen oder Ringen zugeordnet.

Jeder, der an sportlichen Wettkämpfen teilnimmt, wird heute als Athlet bezeichnet. Damit schließt sich der Kreis des Wortursprungs „Athlos“ - ein Rennfahrer ist ebenso ein Athlet wie ein Marathonläufer.

Ein Athlet ist immer ein Sportler, während ein Sportler nicht immer ein Athlet ist.

So sieht ein Athlet aus

Athleten sehen in der Regel durchtrainiert und sehr sportlich aus. Es ist meist deutlich sichtbar, dass sie sich mit ihrem Körper in Bezug auf den Sport beschäftigen. In der Regel? Meist? Ist es Ihnen aufgefallen? Die Erklärung ist ganz einfach. Schauen Sie sich den Gewichtheber Matthias Steiner an. Ein Athlet, wie er im Buche steht. Stark wie ein Bär, durchtrainiert bis auf den winzigsten Muskel. Doch ohne seine großen Erfolge würde kaum jemand einen Top-Athleten hinter dem 1,83 Meter großen Mann vermuten.

Das Gegenteil sind Personen, die einen „athletischen“ Körperbau haben, obwohl sie keinen Sport treiben, geschweige denn Wettkampf-Ambitionen hegen. Der Gang ist geschmeidig, jeder Schritt zeugt von kraftvoller Eleganz. Mit diesen Personen meinte es Mutter Natur einfach nur gut - doch ob sich der athletische Körperbau bis ins hohe Alter hält? Das darf bezweifelt werden - sofern sich der Sport dieses Personenkreises darauf beschränkt, gelegentlich den Bürostuhl zu verlassen und einen Wettkampf mit dem Kopierer auszufechten. Sie mögen wie Athleten aussehen, doch der Schein trügt.

Die erfolgreichsten deutschen Athleten aller Zeiten

Boris Becker

Boris Becker ist ein Paradebeispiel eines erfolgreichen Athleten. Der im Jahr 1967 geborene ehemalige Tennis-Star gewann dreimal das begehrteste Tennis-Turnier der Welt: Wimbledon. Den Rekord des jüngsten Wimbledon-Siegers geht ebenfalls auf sein Konto. Um die Statistik zu vervollständigen: Boris Becker gewann insgesamt 49 Einzelturniere und 15 im Doppel. Sechs Grand-Slam-Siege erarbeitete sich der einstige Held und zusammen mit den drei Wimbledon-Siegen wird sein Name auf ewig mit dem Tennis verbunden sein. 12 Wochen führte er die Weltrangliste des Tennissports an, Boris Becker beendete seine Karriere im Jahre 1999.

Michael Schumacher

Michael Schumacher

Etliche Freunde des Motorsports schlafen bis heute in roter Bettwäsche. Schuld daran ist ein Athlet aus der Rennfahrer-Szene. Michael Schumacher, liebevoll als „Schumi“ betitelt. 1969 geboren, saß er bereits vier Jahre später in einem umgebauten Kettcar mit einem 5-PS-Mofamotor, ein Geschenk des Vaters. Klein-Schumi drehte enthusiastisch seine Runden und mit Fleiß, getrieben von unbändigem Ehrgeiz schaffte er den Sprung nach oben. Nach ganz oben. In den Jahren zwischen 1991 und 2012 startete er 307-mal den Motor seines Rennwagens der Formel 1. Das Ergebnis? 91 Siege, 68-mal die Pole-Position, 77-mal die schnellste Rennrunde und 7-mal der Weltmeister-Titel. Beeindruckend, nicht wahr?

Franz Beckenbauer

Franz Beckenbauer ist eine Legende. Es scheint, als sei der kleine Franz Anton im Jahr 1945 bereits mit Fußballschuhen zur Welt gekommen. Seine Erfolge lesen sich wie eine Offenbarung: Mit der deutschen Nationalmannschaft gewann er 1972 die Europameisterschaft, gefolgt von der Weltmeisterschaft im Jahr 1974. Fünfmal reckte er die Schale des Deutschen Meister empor und dreimal die der North American Soccer League. Im Jahr 1990 bejubelte der Top-Athlet wieder eine Weltmeisterschaft – diesmal als Teamchef der deutschen Nationalmannschaft. Franz Beckenbauer erzielte Erfolge über Erfolge und seit dem Jahr 2009 ist er Ehrenpräsident des FC Bayern München.

Mike Hanke

Der 1983 geborene Mike Hanke ist ein Vorzeige-Athlet, der im Alter von sechs Jahren dem ersten Verein beitrat. Trotz seines jungen Alters kann Mike Hanke eine beeindruckende Erfolgsbilanz aufweisen: Im Jahr 2002 gewann er mit Schalke 04 den DFB-Pokal. Der UEFA UI-Cup folgte in den Jahren 2003 und 2004, ebenfalls mit Schalke 04. Im Jahr 2004 gelang ihm das Tor des Monats gegen Leverkusen. Der erste Einsatz im Nationaltrikot folgte am 8. Juni 2005. Ein Athlet, der mit Sicherheit noch viel von sich reden machen wird, Sie dürfen gespannt sein!

Fritz Sdunek

Der 1947 geborene Fritz Sdunek lässt die Herzen der Boxfreunde höher schlagen. Von 1963 bis 1972 boxte er selbst und gewann stattliche 99 von 129 angesetzten Kämpfen. Als Trainer agiert er höchst erfolgreich, was elf Weltmeistertitel seiner Schützlinge eindrucksvoll belegen. Zu den bekanntesten Boxern unter seiner Fittiche zählen die Klitschko-Brüder, Felix Sturm oder Dariusz Michalsczewski.

Henry Maske

Henry Maske erblickte im Jahr 1964 das Licht der Welt und er sorgte für einen regelrechten Boxboom in Deutschland. Nach insgesamt 32 Kämpfen, davon 31 Siegen, verkündete er im Jahr 1996 unter großem Medieninteresse seinen Rücktritt. Der Rücktritt vom Rücktritt erfolgte im Jahr 2006, indem er einen Kampf gegen Virgil Hill anstrebte, der dann im Jahr 2007 stattfand. Trotz der zehnjährigen Pause zeigte Henry Maske eine spektakuläre Leistung und körperlich schien der Zahn der Zeit überhaupt nicht an ihm genagt zu haben. Er strotzte vor Kraft und Athletik, was ihm sicherlich zu dem Sieg nach Punkten verhalf.

Nicht nur Deutschland hat Spitzen-Athleten

Usain Bolt

Wer einfach nur sagt, Usain Bolt ist schnell, neigt zum Untertreiben. Der im Jahr 1986 geborene Usain Bolt ist mehr als schnell - er scheint einen unsichtbaren Antrieb zu besitzen, er ist unfassbar schnell. Seine Erfolgsbilanz spricht für sich: Der Jamaikaner ist sechsfacher Olympiasieger, achtfacher Weltmeister und Weltrekordhalter in drei unterschiedlichen Disziplinen. Der Athlet hat mit seiner rasanten Leistung die Leichtathletik einem breiten Publikum schmackhaft gemacht und er gehört zu den Athleten, die von ihrem Sport leben können.

Carl Lewis

In den Jahren zwischen 1983 und 1996 gab es in der Leichtathletik einen Namen, der dem Zuschauer sofort einfiel: Carl Lewis. Der 1961 geborene Athlet weist eine beeindruckende Erfolgsliste auf. Neun Olympiasiege, acht Weltmeistertitel und die Krönung im Jahr 1999, als die IAAF ihn zum Leichtathleten des Jahrhunderts kürte. Sprint und Weitsprung – in diesen zwei Disziplinen mussten sich die Konkurrenten besonders anstrengen, wenn sie gegen Carl Lewis antraten. Der US-Amerikaner beendete seine herausragende Karriere im Jahr 1996.

Earvin Johnson (Magic Johnson)

Kaum jemand überschlägt sich vor Begeisterung, wenn der Name Earvin Johnson fällt. Unter vorgehaltener Hand würde eventuell gähnend nachgefragt werden, wer das ist. Kommt als Antwort Magic Johnson, fällt die Müdigkeit schneller ab, wie der Amerikaner mit dem Basketball umgehen konnte. Der im Jahr 1959 geborene Magic Johnson konnte auf den Millimeter genaue Pässe spielen. Er gilt als einer der herausragendsten NBA-Spieler aller Zeiten. Ihm gebührt sogar ein Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood, für einen Athleten eine besondere Auszeichnung. Im Jahr 1991 beendete er seine Karriere, nachdem bei ihm HIV diagnostiziert wurde. Seit dieser Zeit engagiert sich der US-Amerikaner im öffentlichen Kampf gegen die Virusinfektion.

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